• Angela Brückl

Heilsames Schreiben

Kennt Ihr das auch. Es kreisen ewig die gleichen Gedanken im Kopf und weit und breit keine Lösung in Sicht.


So war es auf jeden Fall bei mir. Über die Ausbildung zur Hero´s Journey Instruktorin hab ich erfahren welcher Segen es ist, sich manches von der Seele zu schreiben. Über die Heldenreise hab ich auch erfahren, dass eine Geschichte erst zu Ende ist, wenn man einen Schatz bekommen hat.


Die Aufgabe war, dass wir Archetypen erforschen und auch beschreiben, dass wir sie von verschiedenen Seiten beleuchten und dass wir die Licht- und Schatten entdecken.

Es kostete zuerst ein wenig Überwindung, aber ich merkte sehr schnell, dass ich dieses „von der Seele“ schreiben liebte. Zum Abschluss der Ausbildung gehörte es seine eigenen Heldenreisen und seine eigenen Archetypen zu beschreiben.


Es ging nicht darum, ob es richtig oder ob sich Fehler eingeschlichen haben, es ging darum, dass wir Zugang zur eigenen Seele bekamen. Einige Artikel hab ihr ja hier schon lesen dürfen und viele Artikel hab ich einfach nur für mich geschrieben. Ich hab Klarheit bekommen, Klarheit über das, was mich gerade beschäftigt hatte.


Oft bin ich schon mitten in der Nacht aufgestanden und hab mich an meinen Laptop gesetzt und angefangen die Wörter auf´s Papier fließen zu lassen. Manchmal geht dieser Prozess mit ganz viel Wut einher. Es ist eine kreative Wut. Es ist eine Wut, die sich seinen Weg sucht um Sichtbar zu werden. Oft sind es einfach persönliche Dinge, die einen beschäftigen, persönliche Dinge die ihre Aufmerksamkeit suchen.


Über Facebook hab ich gemerkt, dass es vielen Leuten so geht und oft hat man einfach Hemmungen sich zu zeigen, ja Hemmungen sichtbar zu werden. Ich verstehe das gut, da auch ich viel noch nicht sichtbar werden lasse. Oft denke ich darüber nach, ob ich anonym meine Posts preisgebe. Ja es wäre sicherlich spannend für Euch, was ich noch alles so geschrieben hab, aber ich sehe es als Prozess nach und nach mehr von mir zu zeigen und ich merke alles was ich zeige ist auch schon geheilt.


Auch das Schreiben musste heilen, hat doch tatsächlich mein Grundschullehrer einmal meine Geschichte als Negativgeschichte vorgelesen, natürlich ohne Namen, aber ich wusste, dass es meine Geschichte war. Ulrike Dietmann hat mich über diese Verletzung hinauswachsen lassen.


Ich hab schon öfters über das gleiche Thema geschrieben und es verändert sich, deshalb finde ich es blöd alte Artikel zu veröffentlichen, da sie einfach schon wieder Vergangenheit sind. Es ist spannend wie sich die Welt verändert und ich seh an meinem Schreiben, dass sie sich für mich positiv verändert, obwohl sie sich im Außen ganz anders zeigt.


Ich werde auf jeden Fall alle meine Artikel für meine Kinder aufheben, denn ich würde es interessant finden, wenn mir meine Eltern so einen Schatz hinterlassen hätten.


Meine Artikel haben alle die große Überüberschrift, „Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende!“ So wie die Heldenreise auch immer über 11 Schritte geht und diese Schritte machen die Geschichte zum Erfolg.


Ja das trifft auf alles Geschriebene von mir zu und ich hoffe für den einen oder andere ein Impuls noch weiter an der Geschichte dranzubleiben. Unser Leben ist alles eine Heldenreise, mal Kleine, mal Große und eine von Geburt bis zu Tod und bei allen geht es um den SCHATZ!