• Angela Brückl

Tanzen

Aktualisiert: Okt 7


Führen, Hingabe, Freiheit, Verbindung, Tango


Was ist es das so fasziniert beim Tanzen? Es ist auch eine Herausforderung für mich als Frau, mich führen zu lassen. Ja es ist ein gewohntes Muster, dass ich die Führung übernehme, nicht weil ich meine ich kann es besser … nein, es kam aus einer Begebenheit „Einer muss ja führen“.


Ich liebe Tanzen und irgendwie ist es relativ schwierig in unserer Zeit Tanzveranstaltungen zu finden, die auch der jetzigen Zeit gerecht werden.


Ausnahme ist immer wieder der Fasching, wo die Schwelle einfach leichter überschritten wird, da der Fasching eh eine ANDERE Zeit ist und ich liebe den Fasching.


Vor ein paar Tagen hatte ich wieder die Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen und es hat irre Spaß gemacht. Aber ich musste auch erkennen, dass ich mich schwer führen lies. An diesem Abend hatte ich leichte Rückenschmerzen und Bewegung tat mir gut und es musste wohl auch diese Entspanntheit gewesen sein, die entsteht, wenn man sich darauf einlassen kann geführt zu werden.


Meine Faszination erweckt immer wieder der Tango und irgendwie klappte es einfach nicht, dass ich mich in einer Tanzschule wiederfinde. Der Tango ist wohl die höchst Tanzkunst, wo die Rolle des führen und Hingebens nach Außen so sichtbar ist.


Wieso ist der Tanz überhaupt so in den Hintergrund geraten? Zum Paartanz gehören immer zwei. Frühers ist man nicht „WEGEGANGEN“ frühers ist man zum „TANZ“ gegangen. Ich hörte öfters von meinen Eltern „am Samstag war Tanz“.

Heute ist der Solotanz üblich, auch entstanden aus der NOT, des nicht Tanzen Könnens, auch gesellschaftlich angesehen.


Man lernt sich kennen, alles ist gut, man ist verliebt und alles geht seinen Weg, aber dieses Zusammenspiel der Poole, die Anziehung, die Spannung geht im Alltag verloren.

Ich konnte es wieder spüren, es war nur ein Fox, aber er hat meine Sehnsucht geweckt nach mehr…. nicht nach mehr Mann, nach mehr Verbindung.


Vor zwei Jahren war ich beim Workshop „Horse Dancing“ mit Ulrike Dietmann dabei und konnte miterleben, wie aus einer Verbindung zum Pferd gelebte Einheit entsteht. In diesem Workshop war ich als Assistenz mit dabei und war für äußern Ablauf mitverantwortlich. Ich kümmerte mich um das leibliche Wohl und auch, dass die ausgesuchte Musik auch wirklich ertönte.


Ich war so begeistert, und es war ein kurzer Moment „Ich möchte es auch probieren“ Ich hatte schon Bammel, da ich angespannt war, da ich ein bisschen gestresst war, bei 10 Teilnehmer war es nicht einfach, dem Ablauf gerecht zu werden, gerade wo ich alle Erwartungen erfüllen möchte und meine Messlatte sehr hoch liegt.


Ich bin genau mit dieser Aufgabe bei meinem ersten Workshop gescheitert.

Ich werde dieses Erlebnis NIE vergessen. Erst Maxim konnte dieses Erlebnis 3 Jahre später wandeln. Es war mein Tanz mit MAXIM, der Friesenhengst, der für so viele schon Wegbegleiter war und mittlerweile aus einer anderen Dimension wirkt. Wir TANZTEN, es war so einfach …. An dieses Erlebnis wurde ich wieder erinnert, es ist so einfach, es war die Energie, die das Feld genährt hat und die mir gezeigt hat, dass ich diese Sehnsucht füllen möchte. Mit den Pferden, mit den Menschen, mit Leben….


Wir können es üben mit den Pferden, mit den Menschen, die Tanzfläche ist die Übungsfläche, das echte Leben braucht genau dieses „führen und führen lassen“, sonst sind wir irgendwann alleine auf dieser Welt und Du kannst auch alleine in der Partnerschaft sein.

„Dirty Dancing“, Tanzen in deinen Raum und in meinen Raum, verschmelzen und auch wieder freigeben, das ist heiliges Tanzen!


Dieses Foto hab ich von einem Video abfotografiert….deshalb die Qualität…

Angela Brückl

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