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Geliebtes Wesen, schließe nicht die Augen

vor 13 Minuten
3 Min. Lesezeit

Mama, Don't Close Your Eyes / Bjorn Bonebreaker

 

Wer genau hinter diesem Lied steckt, weiß ich nicht genau, da es augenscheinlich KI ist, aber es hat gigantische Aufrufzahlen.

Die Szene berührt mich sehr, nicht wegen meiner eigenen Mama, sondern weil ich genau weiß irgendwann steht eine Tochter bei mir am Bett, wo ich diese Worte spüren kann.

Auch mein Sohn wird in diesem Moment genauso empfinden. So ist es zum jetzigen Zeitpunkt und ich habe vor länger Zeit schon mal gesagt, wir müssen unseren Kindern ein anderes Bewusstsein ermöglichen, sonst werden wir alle mal nicht losgelassen.

 

Ich habe die letzten Jahre mit meinen Kindern alleine auf dem Hof gelebt und ich wusste ich muss einen Plan haben, sollte mit mir etwas passieren, den Plan habe ich gemacht ohne meine Kinder.

 

Jetzt sind beide erwachsen und wir sprechen gemeinsam über die Zukunft, es muss auch angesprochen werden, dass es sein könnte, dass ich die Erde früher verlasse als ihnen lieb ist.

 

Ich bin auch der Meinung, wenn es geregelt ist, trifft es oft nicht ein und deshalb mache ich mir Gedanken und versuche sie auch zu teilen.

 

Es ist nicht einfach, doch mit dem Aspekt es ist ja in ferner Zukunft funktioniert es. Doch letztens sagte meine Tochter, „ja ich gehe schon davon aus, dass du in 20 Jahren noch da bist“. Ehrlicherweise muss ich sagen, das weiß ich nicht und ich merkte auch, dass es ein Thema ist, welches man leben muss.

 

Wenn ich diesen Song anhöre, fühle ich wie sie die Mutter nicht loslassen will. Doch warum? Was ist der Glaube dieser Frau? Was denkt sie über den Tod?

 

Ich muss zugeben, dass ich bei meinen Eltern leichter loslassen konnte, weil ich ahnte, dass sie es besser haben werden. Der bittere Weg war das Leiden. Es war für mich unerträglich und deshalb war das Loslassen nicht so schlimm, aber es ging auch eine Zeit der Tränen voraus.

Ich möchte ganz bewusst ein Lebensende, wo ich nicht über das Leiden gehen muss. Und deshalb muss ich meinen Kindern auch ein Bewusstsein ermöglichen, wo sie den Tod nicht als Ende sehen, sondern einen Übergang in eine andere Dimension.

 

Ich sehe bei den meisten Eltern, dass sie jetzt eine ganz andere Beziehung zu ihren Kindern haben als die Nachkriegsgeneration. Zu verletzt, zu verbittert war und ist diese Generation um überhaupt Nähe zuzulassen. Und trotzdem halten Kinder fest, weil sie wohl glauben, dass es das Ende ist.

 

Ich erlebe zu meinen Eltern ihr Wirken immer, wenn ich mich mit ihnen bewusst verbinde nur der Ort hat sich geändert. Manchmal verstehe ich nicht, warum sie nichts unternehmen, aber das ist wohl nicht der Sinn, manchmal bekomme ich eine Idee, weil ich es in Gedanken ausgesprochen habe, dass ich hier Hilfe benötige.

 

Zurück zu mir und meinen Kindern, ich möchte jetzt die Verbindung im irdischen Leben, die Nähe, Geborgenheit und Liebe ausdrückt, denn dieses irdische Leben ist nicht unendlich. Ich möchte es mir immer ins Bewusstsein rufen, gerade wenn das Zimmer mal wieder dem größten Bombeneinschlag gleicht, denn ich je gesehen habe.

 

Ich möchte mich darauf besinnen, wo braucht es eine echte Grenze und wo sind es nur Egogeschichten meinerseits. Ich möchte das Leben mit ihnen auskosten, damit wir irgendwann auf ein erfülltes gemeinsames Leben zurückschauen, wo es in Ordnung ist, dass ich vorausgehe und gleichzeitig in unser aller Heimat zurück.

 

Ich möchte nicht im Sterbebett liegen, wo meine Hand gehalten wird und in den Augen kann ich sehen, „Mama, don´t close your eyes“!

 

Und egal ob Mensch oder Tier, wir brauchen ein Bewusstsein, dass eine Verbindung über den Tod hinaus besteht. Und das kann ich mir nicht einreden, doch wenn ich die tiefsten Gefühle wieder zulasse, kann ich auch tiefe Verbindung fühlen, egal wo der andere ist.  



 
 
 

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